/ von Jules

„Große Gefühle – wenig Material“

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Wo wir heute schon bei den Tischen sind: Auf der SaloneSatellite traf ich die reizende Tati Guimarães an ihrem Stand von Ciclus und war ganz begeistert von ihrem Flaschentisch. Natürlich gibt’s wieder ein kleines Interview für euch!

flatmaids.de: Woher kommst du und wie alt bist du?
Tati Guimarães: Aus Brasilien, aber ich lebe in Barcelona. Ich bin 35.

Was hast du studiert?
Grafik- und Industrial Design. Ich habe dann lange als Grafikdesignerin gearbeitet, aber seit 2006 mache ich Produktdesign.

Bist du zum ersten Mal bei der SaloneSatellite? Was erhoffst du dir?
Ja, das erste Mal. Ich möchte Partner finden, die meine Ideen kaufen und meine Produkte herstellen. Ich produziere zwar auch selbst, aber das will ich eigentlich nicht mehr. Das Beste wäre, wenn ich hier wirklich viele Kontakte knüpfen könnte.

Gibt es schon Sachen von dir, die von Firmen produziert werden und kannst du davon leben?
Ja, aber ich glaube, das Design ist alles, was du selbst tun kannst. Die Verbreitung, die Produktion, die PR – das ist eine andere Arbeit. Ich will mich aber auf das konzentrieren, was ich kann, in was ich talentiert bin.

Welche Philosophie steckt hinter deinen Designs?
Hinter jedem meiner Produkte steckt ein Konzept, das über Funktionalität, Schönheit und Nachhaltigkeit hinausgehen soll. Ich sende durch das Design gerne eine Message, die Leute sollen reflektieren und die Nachhaltigkeit nicht nur in der Theorie kennenlernen. Das ist für mich der Punkt bei all meinen Produkten.

Wie bist du auf die Idee zu diesem Tisch gekommen?
Ich liebe die griechische und römische Mythologie, die Götter hatten ein schönes Leben (lacht). Und ich liebe Wein. Er inspiriert, bringt die Menschen zusammen, unterstreicht schöne Momente. Die Leute sollen bei diesem Objekt (sie meint den Tisch) mit einem kulturellem Material interagieren, das eigentlich weggeworfen wird: die Weinflasche. In Spanien ist Wein wie Wasser und was mache ich dann mit der leeren Weinflasche? Die erste Idee war „Bakus“ (dieser Untersetzer, in den man Weinkorken stecken kann), in dem man seine schönsten Momente sammeln kann. Die zweite Idee war „Divinus“ (der Tisch), in dem man die schönsten Momente lässt, nicht mehr sammelt, sondern lässt. Am Tisch kann man sie dann mit anderen Menschen teilen. Da zeigt sich auch ein Punkt meines Designs: Einfachheit. Mit einem Minimum an Materialien soll ein Maximum an Gefühlen erzeugt werden.

Hier gibt’s Tatis Tisch in Großansicht:

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