/ von Jules

Inspirationsquelle in Hamburg: Gretchens Villa

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Zum Glück war es am Wochenende so kalt! Sonst hätte ich meinen Kurzurlaub in Hamburg wohl größtenteils draußen verbracht und damit eines der süßestens Cafés Deutschlands verpasst: Gretchens Villa im Karolinenviertel.

Ich war am Wochenende in Hamburg. Der Plan: das Musical “König der Löwen” angucken (ich bin der größte Fan, besitze den Film auf VHS und DVD, habe das Brettspiel, das Buch usw. und kann wirklich jede Szene auswendig mitsprechen). Weil man ja nicht nur deswegen in den hohen Norden reisen kann, war neben dem Ausflug ins Theater im Hafen auch noch Zeit, um mir die Hansestadt ein wenig genauer anzugucken. Super Idee bei minus 15 Grad, wenn einem trotz UGG-Boots, Thermoleggins und Daunenparka die Gliedmaßen nach höchstens fünf Minuten einfrieren. Statt heiteren Spaziergängen durch die Straßen musste also ein Alternativprogramm her, das sich drinnen durchführen lässt. Ha, ganz nach meinem Gusto: Museen, Shoppen, Kaffeetrinken.

Und schon sind wir beim Thema – Kaffee in einem süßen Café namens “Gretchens Villa“. Meine Reisebegleitung und ich hatten im Internet den heißen Tipp gefunden, dass man da unbedingt hinmüsse, wenn man einen gemütlichen Sonntagvormittag verbringen (und “König der Löwen” gebührend verarbeiten) wolle. Also machten wir uns in den Morgenstunden auf ins Karolinenviertel (genauer: Markstraße 142) und erblickten schon von Weitem das türkise Schild an der Tür … die sich leider nicht öffnen ließ. Wunderbar, denn nur durch unser zufälliges Zu-früh-Kommen ergatterten wir den letzten freien Tisch, der noch nicht reserviert war. Merke: Unbedingt vorher einen Tisch bestellen!

Was soll ich sagen, die Bilder sprechen für sich. Man sitzt zwischen unzähligen urigen Unikaten, schmeckt die Liebe zum Detail bei jedem Schluck Kaffee und Kuchen- oder Focaccia-Bissen und hat einfach überhaupt keinen Grund mehr, seine vier Buchstaben wieder aus dieser Wohlfühlwelt zu heben. Denn wenn man sich durch die leckere Speisekarte schnabuliert hat, gibt es immer noch so viel zu gucken und sogar eine Mini-Bibliothek mit Zeitschriften und Büchern.

Weil ich selbst ja nicht zu den Glücklichen gehöre, die Gretchens Villa als zweites Wohnzimmer nutzen können, habe ich ein paar Inspirationsideen für die eigenen vier Wände mit nach München gebracht:

  • Teller aus dem Keller! Kein Mensch braucht Kaffeeservices, viel schöner sind zusammengewürfelte Gedecke aus einzelnen, wunderschönen Tellern/Tassen, denn das ist charmant. So ein einsamer Teller hat schließlich auch seine Daseinsberechtigung.
  • Die Wand hochgehen! Türkise Tapete mit goldenem Aufdruck ist nicht kitschig, sondern königlich cool! Natürlich sollte man nicht gleich die ganze Wohnung damit zukleistern, sondern lieber nur an einer Wand oder Stelle einen Hingucker setzen. Garantiert eine ganz neue Atmosphäre im Raum und erspart einem die nervige Bildersuche. Hier gibt’s wunderschöne Wandpapiere.
  • Vintage wins! Alte Gartenmöbel haben lange nicht ausgedient – in Kombi mit neuen Holzstühlen oder -bänken sorgen sie für Abwechslung und zaubern einen Hauch Romantik herbei.
  • Spiegelwand! Da sieht man das Spiegelei gleich doppelt – ein breiter Spiegel an der Wand macht den Raum optisch viel größer und sieht schöner aus als ein Bild. Gibt’s zum Beispiel hier.
  • Noch alle Tassen im Schrank? Hoffentlich nicht. Tassen, Becher und Gläser sind viel zu schöne Dekoobjekte, um sie hinter langweiligen Küchenschranktüren verschwinden zu lassen. Ich stelle meine schönsten Trinkgefäße zu Hause zum Beispiel auf die Fensterbank im Wohnzimmer, das sieht einfach gemütlich aus und erspart mir die Pflanzenzucht – ihr wisst schon, ein Mensch kann nicht alles können ;)

Liebe Hamburger, lieber Hamburgreisende: Ruft bei Gretchens Villa an und reserviert euch einen Tisch! Eine persönliche Empfehlung von Jules kann man nicht einfach ungeachtet lassen ;)

Hier gibt’s die Bilder:

 

 

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