“Süß!”, dachte ich, als ich auf der SaloneSatellite am Stand von kaschkasch cologne vorbeischlenderte. Nicht wegen des jungen Mannes, der emsig knallpinke Poster zusammenrollte und unter einem Stuhl dekorierte, natürlich nicht
… sondern wegen der schnörkellosen, aber irgendwie liebenswerten Möbel. Zack, schon hielt ich Sebastian mein Aufnahmegerät unter die Nase und wollte so einiges wissen.
Wer bist du, wie alt bist du und woher kommst du?
Ich bin Sebastian Schneider, 26 Jahre alt und komme jetzt aus Köln. Studiert habe ich in Münster und dort auch meinen Partner Florian Kallus, der 28 ist, kennengelernt. Seitdem machen wir kaschkasch zusammen.
Was habt ihr studiert?
Wir haben Produktdesign studiert und sind seit letztem November fertig. Danach haben wir uns selbstständig gemacht.
Das ist doch sicher haarig am Anfang, oder?
Ja ja, aber wir sind schon zufrieden bis jetzt, also haben schon den einen oder anderen Hersteller begeistern können, was schon sehr gut ist.
Mit welchen Produkten und Herstellern?
Wir haben eine Garderobe mit Magazin zusammen gemacht. Dann einen Beistelltisch, der kommt nächstes Jahr mit nem österreichischen Unternehmen namens Feldkircher raus und dann sind noch ein paar andere Sachen im Gespräch, die ich aber noch nicht verraten möchte.
Könnt ihr denn schon davon leben?
Nein. Wir sind beide ursprünglich gelernte Tischler und machen den ein oder anderen Job noch so nebenbei.
Und eure Hoffung hier ist jetzt, dass Leute auf euch zukommen, die eure Sachen produzieren wollen?
Genau, wir haben hier nur eine Leuchte dabei, die schon produziert ist, der Rest wartet noch auf einen Hersteller. Aber jetzt am ersten Tag war noch keiner da.
Welche Ideen stecken hinter deinen Designs?
Das Konzept ist, dass wir die Dinge auf geometrische Formen reduzieren, das Maximum aus dem Minimum herausholen und wir addieren das zu einer technischen oder humorvollen Idee. Diesen Lampenschirm zum Beispiel kann man auf der Glühbirne bewegen. Der wird nur durch einen Magneten gehalten, so dass man den Schirm drehen und das Licht steuern kann. Man hat wirklich einen gerichteten Lichtkegel und so ein funktionales und auch ästhetisches Licht. Man kann die Lampe in drei Teile zerlegen, den Fuß herunternehmen wie einen Briefbeschwerer und dadurch, dass das Rohr hier unten diesen kleinen Knick hat, kippt es nicht weg. Der Fuß hat nämlich genau diese Fräsung und das steht dann da drauf.
Was kostet das in der Produktion?
Das ist schwer zu sagen: Es gibt so viele verschiedene Produktionstechniken, die überschauen wir nicht komplett.
Hier seht ihr Sebastian und die Lampe in groß:


Ich bin