Von einer letzten Upcycling-Aktion hatte ich noch sehr viel von einer sehr schönen Tapete übrig. Die hat nun endlich einen Platz gefunden.
Wird ja auch nicht besser, die Tapete, wenn sie so lange auf dem Dachboden rumliegt. Und da mir unsere Vitrine sowieso etwas zu bieder war und außerdem die Gläser vor dem dunklen Hintergrund gar nicht so gut zur Geltung kamen, spielte ich schon lange mit der Idee. Aber die fand der liebste gar nicht so toll: Die schöne, alte Vitrine würde ich damit ja total ruinieren und sowieso würde die Tapete ja überhaupt nicht dazu passen. (Die Tapete war übrigens aus einer IKEA-Kollektion der dänischen Designer ArtRebels)
Und dann hatte ich Urlaub. Und er musste arbeiten. Also habe gedacht: Jetzt mach ich es einfach und dann wird er es schon mögen. Das hat bislang immer ganz gut funktioniert. Also alles raus aus dem Schrank…
…Regalbretter auch…
…und dann ging es ans Zuschneiden. Bei einer Mustertapete, die genau zweieinhalb Mal nebeneinander an die Rückwand passt, eine echte Geduldsprobe. Ich glaub, es hat fast zwei Stunden gedauert, denn dank eines Denkfehlers musste ich einmal öfter als nötig messen und schneiden. Naja, rechts und links, oben und unten kann man wirklich leicht verwechseln.
Und dann wollte ich zum Ankleben eigentlich doppelseitiges Montageband nehmen. Aber dann, im letzten Moment hab ich einen Rückzieher gemacht: Was, wenn das mit seiner extrastarken Haftung die Rückwand beschädigt? Dann bekomme ich echt Ärger – ist ja nicht aus meiner Familie, die Vitrine. Also bin ich an mein Kram-Bastel-Schubfach und habe alle Power- und Poster-Strips, die ich besitze (und das waren echt viele, da ich mal eine Aktion mit Tesa gemacht hab) rausgesucht. Und dann hab ich in mühevoller Kleinstarbeit die Tapete damit an der Rückwand befestigt. Das hat ewig gedauert, aber ich hatte ein gutes Gefühl dabei – alles wieder umkehrbar.
Dann hab ich schnell alles wieder eingeräumt…
…und gespannt darauf gewartet, was der Liebste sagt. Und er kommt nach Hause – und es fällt ihm nicht auf!!! Drei Mal ist er dran vorbei und drauf zu gelaufen. Und dann hab ich die berühmte Frauenfrage gefragt “Fällt dir nichts auf?” Ein bisschen panisch hat er dann erst mich (neue Frisur?) und dann die Wohnung genauer gemustert. Wie zu erwarten, war er natürlich zunächst wenig begeistert. Aber nach zwei Tagen kam dann ein “Ist ja eigentlich ganz schön”. Find ich auch!
Und Tapete hab ich übrigens immer noch…





Ich bin Jennifer. Auf dieser Seite nehme ich euch auf meine Renovier-, Deko-, Umzugs- und anderen Wohnabenteuer mit. Und wenn ich mal an einer Stelle wohnen bleibe, gibt es hier schöne Möbel, Accessoires und ab und an einen Buchtipp
um 16:22 Uhr Kathreen von "Mach mal"
Mir wäre das mit der Kommode sofort aufgefallen - es sieht echt viel besser aus! Wirklich gut gemacht. Liebe Grüße, Kathreen von Mal mal.
um 17:34 Uhr BiggiE
Bislang fand ich solch altmodischen Vitrinen immer sehr erdrückend, da sie den Raum ziemlich verdunkeln. Aber die alternative mit der Mustertapete kann sich auf jeden Fall sehen lassen. Auch deine Wahl des Musters finde ich passend, ein schöner Kontrast zwischen alt und modern.
Vielen Dank Jen für diesen schönen Tipp…
um 21:01 Uhr Pizza-Peter
Sehr coole Idee, dadurch wird die Vitrine wirklich wesentlich ansehnlicher. Werde ich mit meiner Kommode zuhause auch ausprobieren.
um 16:32 Uhr Steffi
Die Idee mit den Posterstrips ist genial. Auch wenn man “ein paar mehr” braucht. Die Rückwand bleibt auf jedenfall unversehrt und du kannst die Tapete einfacher austauschen, wenn es dir mal zu langweilig werden sollte.
um 14:49 Uhr
Danke